KVVH - Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH und KVVH Gruppe
KVVH

Solides Ergebnis der Dienstleistungsgruppe KVVH in teilweise schwierigem Umfeld

Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH ist wichtiger Dienst-leister für die Stadt: Positives Ergebnis der Stadtwerke / Erneut höhere Fahrgastzahlen bei den Verkehrsbetrieben / Leichter Anstieg des Schiffsumschlags bei den Rheinhäfen

Solides Ergebnis der Dienstleistungsgruppe KVVH in teilweise schwierigem Umfeld
Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH ist wichtiger Dienstleister für die Stadt: Positives Ergebnis der Stadtwerke / Erneut höhere Fahrgastzahlen bei den Verkehrsbetrieben / Leichter Anstieg des Schiffsumschlags bei den Rheinhäfen


„In einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld konnte die KVVH – Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH auch im Jahr 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Das ist erfreulich“, so der Geschäftsführer und Sprecher der Unternehmensgruppe, Harald Rosemann, bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz.  

Das Wirtschaftsjahr 2013 konnte bei einem operativen Konzernumsatz von rund 560 Millionen Euro mit einem Gesamtergebnis der KVVH GmbH von plus 0,1  Millionen Euro abgeschlossen werden. „Mit diesem Ergebnis war es wiederum möglich, die Jahresfehlbeträge der Tochtergesellschaften VBK - Verkehrsbetriebe Karlsruhe, KASIG - Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft und KBG - Karlsruher Bädergesellschaft auszugleichen“, unterstrich Geschäftsführer Rosemann. „Der Verlustausgleich zeigt, dass die Holdingstruktur der KVVH GmbH mit Nutzung des steuerlichen Querverbundes nach wie vor vorteilhaft ist“, so Rosemann weiter.  

Das Investitionsvolumen der KVVH-Gruppe lag im Jahr 2013 mit 167,6 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (155,5 Millionen Euro). Gründe  hierfür waren zum Beispiel die Beschaffung von neuen Fahrzeugen bei den VBK und die Fortsetzung der Bauarbeiten bei der KASIG sowie hohe Investitionen der Versorgungsbetriebe in die Leitungsnetze. Insgesamt investierten die Stadtwerke unter Zurechnung erhaltener Zuschüsse 44,7 Millionen Euro, die Verkehrsbetriebe 28,5 Millionen Euro, die KASIG 90,7 Millionen Euro, die Rheinhäfen 3 Millionen und das Europabad  0,7 Millionen Euro. Mit rund 2.600 Mitarbeitern, davon allein über 140 Auszubildende, gehört der KVVH- Konzern nach wie vor zu den großen Arbeitgebern in der Fächerstadt.


Stadtwerke: Stabiles Ergebnis auch durch kalten Winter     

Eine wichtige Grundlage für das positive Jahresergebnis der KVVH bildete erneut der Ergebnisbeitrag der Stadtwerke. Sie erzielten im Geschäftsjahr 2013 einen gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Millionen Euro etwas verringerten Jahresgewinn in Höhe von 21,2 Millionen Euro. Dieses positive Ergebnis konnte trotz erheblicher Belastungen durch regulatorische Einflüsse sowie einen intensiven Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten erreicht werden. Vor allem die gegenüber dem Vorjahr deutlich längere und kühlere Heizperiode zu Beginn des Jahres führte zu einer Steigerung der Absatzmengen bei den Heizenergien Erdgas – plus 4,1 Prozent – und Fernwärme – plus 7,9 Prozent.  

Beim Stromabsatz hat sich insbesondere der weiterhin starke Wettbewerb auf dem Strommarkt niedergeschlagen. Die Vertriebsabgabe  sank um 4,3 Prozent. Obwohl außerhalb des eigenen Netzgebietes ein Absatzplus von 7,4 Prozent erzielt wurde, reichte dieses nicht vollständig aus, um den Kundenverlust im eigenen Netzgebiet zu kompensieren. Trotzdem gelang es den Stadtwerken insgesamt mit attraktiven Online- und Ökoprodukten sowie einer transparenten Preispolitik, die Wechselbereitschaft der Strom- und Erdgas-Tarifkunden im Vergleich zum Durchschnitt der letzten drei Jahre deutlich zu verringern.

Einen weiteren Schwerpunkt des Geschäftsjahres 2013 bildeten die erheblichen Anforderungen der Regulierungsbehörden. Diese machten aufwendige organisatorische Anpassungen zwischen der Stadtwerke Karlsruhe GmbH und ihrer Tochtergesellschaft, der Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH, erforderlich. Eine besondere Herausforderung war dabei die Anpassung der IT-Systeme.  

Die Stadtwerke Karlsruhe investierten im Geschäftsjahr insgesamt 44,7 Millionen Euro, davon allein 14 Millionen Euro in die Sparte Fernwärme und dort vor allem in den Bau einer dritten Hauptleitung. Diese bildet durch die mögliche Erschließung neuer Stadtteile im Süden der Stadt Karlsruhe, einschließlich Oberreut, eine wichtige Voraussetzung für den konsequenten Ausbau der umweltfreundlichen und klimaschonenden Heizenergie Fernwärme. „Dies ist eine wichtige strategische Zielsetzung der Stadtwerke im Rahmen der Energiewende vor Ort. Mit diesem quasi Quantensprung in der Fernwärmeversorgung in Karlsruhe, kann die Zahl der versorgten Wohnungen von heute über 26.400 auf rund 40.000 bis im Jahr 2020 erhöht werden. Nach dem Leitgedanken ‚Fernwärme-Wohlfühlwärme für Mensch und Klima‘ ist Fernwärme die CO2-beste Heizenergie, die wir den Kunden in unserer Stadt anbieten können“, so Geschäftsführer Harald Rosemann. Über 90 Prozent der Karlsruher Fernwärme stammen aus Abwärme der Stromerzeugung und aus Produktions-Abwärme der Mineralölraffinerie Oberrhein. Dieses Modell der Nutzung von industrieller Abwärme durch Einspeisung in ein städtisches Fernwärmenetz fand bundesweite Anerkennung durch die Verleihung des Energy Awards 2013 in der Kategorie „Gewerbliche Anlage“.


VBK: Fahrgastzahlen und Beförderungserlöse weiter auf hohem Niveau  

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Karlsruhe hat sich auch im Kalenderjahr 2013 gut entwickelt. Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe konnten die Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen erneut steigern und damit einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz in Karlsruhe leisten. Und das, obwohl die östliche Kaiserstraße 2013 im Zuge der Beschleunigungsmaßnahme für den Bau des Stadtbahntunnels länger als ein halbes Jahr gesperrt war. Die vorläufige Fahrgastzahl ohne die schwerbehinderten Fahrgäste stieg auf 108,2 Millionen. Die Betriebsleistung reduzierte sich von 13,4 auf 13,2 Millionen Wagenkilometer.
Die Umsatzerlöse aus dem Verkehrsbereich liegen 2013 mit 104,8 um 4,9 Millionen Euro über dem Vorjahr. Grund für diese erfreuliche Entwicklung sind neben der Fahrgaststeigerung auch die Fahrpreisanpassungen im Dezember 2012 und 2013.  

Das Wirtschaftsjahr 2013 schließt bei den Verkehrsbetrieben mit einem Ausgleichsanspruch aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der KVVH GmbH in Höhe von 25,7 Mio. € ab. Das sind rund 0,1 Mio. € weniger als im Wirtschaftsplan 2013 prognostiziert.

Zum 31.12.2013 hat Geschäftsführer Dr. Walter Casazza das Unternehmen verlassen. Stefanie Haaks und Christian Höglmeier wurden interimistisch als kaufmännische Geschäftsführerin bzw. als technischer Geschäftsführer bestellt.


KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft: Fortsetzung der Bauarbeiten an der Kombilösung

Der Schwerpunkt der Arbeiten an der Kombilösung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Deckelherstellung für die unterirdischen Haltestellen und auf der Optimierung des Bauablaufs im Bereich der Gleisdreiecke am Marktplatz und am Kronenplatz. Durch die Sperrung der östlichen Kaiserstraße für den Schienenverkehr zwischen Marktplatz und Kronenplatz vom 29. April bis zum 18. November 2013 konnte die Bauzeit in diesem Bereich um etwa zwölf Monate reduziert werden. Für die Haltestelle Durlacher Tor wurden die kompletten Spezialtiefbau-Arbeiten fertig gestellt. Insgesamt investierte die KASIG im Jahr 2013  90,7 Millionen Euro.

Neben den Fortschritten bei der Bautätigkeit haben die Insolvenzen der an der ARGE Stadtbahntunnel beteiligten Unternehmen Alpine Bau Deutschland AG (Juni 2013) und Universale Grund- und Sonderbau GmbH (November 2013) das Geschäftsjahr mitgeprägt. Die mit der FCC Construccion in der ARGE verbliebene BeMo Tunneling GmbH führt mit den übernommenen Mitarbeitern und Spezialgeräten die Baustellentätigkeit fort. Nach aktueller Erkenntnis ist die Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels für Mitte 2018 vorgesehen. Für das Gesamtprojekt Kombilösung ist die Fertigstellung nach wie vor für das Jahr 2019 avisiert.

 „Insgesamt ist die Geschäftsführung der KASIG, trotz der Insolvenzen, mit dem erreichten Baufortschritt, dem Verlauf des Geschäftsjahres 2013 und den daraus resultierenden Ergebnissen zufrieden“, so Uwe Konrath, Geschäftsführer der KASIG.


Rheinhäfen: Leichter Anstieg des Schiffsumschlags  

Die Rheinhäfen Karlsruhe schlugen im Jahr 2013 insgesamt 6,9 Millionen Tonnen Güter um. Das sind 0,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Grund für den nur leichten Anstieg 2013 war das gravierende Hochwasser im Mai sowie die vier Monate dauernden Streiks der Schleusenwärter, die direkte Auswirkungen auf die Rheinhäfen hatten.  

Die Rheinhäfen schlossen das Geschäftsjahr 2013 mit einem Überschuss von rund 0,6 Millionen Euro ab. Dabei lagen die Einnahmen aus Ufergeld und Ufergeldgarantien mit 3,3 Millionen Euro um mehr als 5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung blieben mit rund 4 Millionen Euro nahezu konstant. Im Bereich Bahnverkehr gingen die Einnahmen leicht um 4,6 Prozent zurück. Die Einnahmen aus der Fahrgastschifffahrt gingen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Schlechtwetterperiode im Frühjahr und des Hochwassers im Mai leicht zurück.


Karlsruher Bädergesellschaft: Europabad weiter im Aufwind  

Der Betrieb im Europabad lief im Jahr 2013 wiederum recht erfolgreich. An insgesamt 359 Öffnungstagen besuchten rund 490.000 Besucher das Freizeitbad. Das waren rund 20.000 mehr als 2012. Der Besucherschnitt pro Tag wurde auf nunmehr 1.361 gesteigert, vor allem durch mehr Saunabesucher. Daher erhöhten sich die Umsatzerlöse deutlich um rund 600.000 Euro auf 4,2 Millionen Euro.   
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis 2013. Uns ist aber auch klar, dass wir nun mit knapp einer halben Million Besucher im Jahr eine Zahl erreicht haben, die sich kaum noch steigern lässt“, so Bäder-Geschäftsführer Oliver Sternagel.

Fächerbad Karlsruhe GmbH: Umbau zum Kombibad beschlossen

2013 wurden im Rahmen der Fortschreibung des Bäderkonzepts der Stadt Karlsruhe die Sanierung und Weiterentwicklung des Fächerbades zum Kombibad beschlossen. Darüber hinaus stimmte der Gemeinderat dem Erwerb aller Gesellschaftsanteile durch die Stadt Karlsruhe an der Fächerbad Karlsruhe GmbH zum 1. Januar 2014 zu. Die Stadt ist somit künftig Alleingesellschafterin.

Erfreulich ist, dass das Fächerbad in seiner sport- und familienorientierten Ausrichtung die Besuchszahlen auch nach über 30 Betriebsjahren im Badbereich mit rund 340.000 Besuchern konstant halten konnte. Die in den vergangenen Jahren festzustellenden Rückgänge der Saunabesucher konnten allerdings auch im Geschäftsjahr 2013 nicht umgekehrt werden.  


Ausblick      

Die Stadtwerke Karlsruhe rechnen im Wirtschaftsjahr 2014, vor allem witterungsbedingt, mit einem Rückgang des Ergebnisses gegenüber 2013. Es ist bereits heute erkennbar, dass aufgrund aktueller Absatzmengenentwicklungen, vor allem bei den temperaturabhängigen Heizenergien Erdgas und Fernwärme, die vorgesehenen Planergebnisse nicht mehr zu erreichen sind.  

Bei den Fahrgastzahlen gehen die Verkehrsbetriebe im Wirtschaftsjahr 2014 mit insgesamt 107,0 Millionen beförderten Personen von einem leichten Rückgang des Fahrgastaufkommens aus. Der Kostendeckungsgrad wird dabei voraussichtlich sinken.  

Die KASIG rechnet für 2014 mit einem leicht höheren negativen Ergebnis, das entsprechend dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der KVVH ausgeglichen wird. Das Investitionsvolumen wird 2014 höher liegen als 2013.  

Der Geschäftsbereich Rheinhäfen rechnet mit steigenden Umschlagszahlen aufgrund der erfolgten Inbetriebnahme des Kohleblocks RDK8 der EnBW.  


Fazit

  • Solides Ergebnis im Konzern
  • Verlustausgleich innerhalb der Holding zwischen Versorgung, Verkehr und Bäderbereich wieder gelungen
  • Stabiles Ergebnis des Versorgungsbereichs trotz intensivem Wettbewerb auf den Energiemärkten
  • Weitere Steigerung der Fahrgastzahlen und Fahrgeldeinnahmen bei den VBK
  • Leichter Anstieg des Schiffsumschlags bei den Rheinhäfen

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