KVVH - Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH und KVVH Gruppe
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Gutes Ergebnis bei den Stadtwerken Karlsruhe

Effizienzsteigerungen, Digitalisierung, innovative Dienstleistungen und neue Kooperationen sind die Wege zum Unternehmenserfolg

Im Geschäftsjahr 2017 haben die Stadtwerke Karlsruhe einen Jahresüberschuss vor Ertragsteuer in Höhe von 30,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss nach Ertragsteuer lag bei 21,7 Mio. Euro. Das sehr gute Vorjahresergebnis (21,9 Mio. Euro) konnte somit bestätigt werden. Dabei waren die Herausforderungen groß:

  • Milder Winter durch den Klimawandel
  • Nach wie vor intensiver Wettbewerb auf den liberalisierten Märkten
  • Verhaltensänderungen der Kunden mit sich wandelnden Anforderungen an Service und Dienstleistung
  • Eine deutlich komplexere Produktpalette
  • Veränderter Arbeitsmarkt mit sich abzeichnendem Fachkräftemangel bei gleichzeitigem Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge aus dem Berufsleben

Die Stadtwerke behaupten sich mit einer erweiterten, innovativen Dienstleistungspalette, mit Effizienzsteigerungen, der weiteren Digitalisierung vieler Prozesse sowie mit bestehenden und neuen Kooperationen.

Umsatzerlöse

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Stadtwerke die Umsatzerlöse insgesamt um rund 10 Mio. Euro auf 586 Mio. Euro erhöhen. Grund sind vor allem höhere Erlöse im Strombereich, die einen Anteil von über 68 Prozent an den Gesamterlösen beisteuern. Außer Erdgas zeigen auch alle anderen Sparten steigende Umsatzerlöse. „Mich freut vor allem die Erlössteigerung bei den ‚Sonstigen Geschäftsfeldern‘ um 1,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr und um 6 Mio. € im Vergleich zu 2012. Diese Zahl zeigt den Erfolg neuer Geschäftsfelder und Dienstleistungen. Auch die zunehmenden Kooperationen mit externen Partnern tragen zu dieser erfreulichen Erlössteigerung bei“, so Michael Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke Karlsruhe. Außerdem konnten dieUmsatzerlöse bei der Fernwärme um 1,5 Mio. Euro gesteigert werden. Der Fernwärme-Ausbau ist nach wie vor ein Investitions-Schwerpunkt. Ende des Jahres waren über 34.000 Wohnungen am Netz, für über 5.300 Wohnungen bestehen Anschlussaufträge, so dass das Ziel 40.000 Wohnungen unter Vertrag zu haben bereits zwei Jahre früher erreicht ist. Ein weiterer Meilenstein, der Bau neuer Leitungen nach Rheinstetten und Rüppurr, beginnt 2018.

Absatzentwicklung

Der Absatz von Strom, Erdgas und Fernwärme bestimmt nach wie vor maßgeblich das Gesamtergebnis. Da die Temperaturen in den Wintermonaten im Wesentlichen gleich waren wie im Vorjahr, gab es auch bei den Fernwärme- und Erdgas-Absatzmengen keine gravierenden Änderungen. Der Erdgasabsatz bei den Tarif- und Heizgasmengen lag nur geringfügig unter dem von 2016. Durch den Verlust eines Großkunden waren jedoch sowohl die Mengen als auch die Erlöse insgesamt rückläufig. Beim Fernwärmeabsatz verzeichnete das Unternehmen einen leichten Anstieg. Hier schlugen vor allem die Ausbaustrategie und erhebliche Neukundenakquisitionen positiv zu Buche. Sehr erfreulich war die Entwicklung der Strom-Vertriebsmengen. Durch den Gewinn von Kunden stiegen sie um fast 14 Prozent. Beim Wasser trugen alle Kundensegmente zu einer geringfügigen Absatzsteigerung bei.

Investitionen für die Stadt der Zukunft

Insgesamt investierten die Stadtwerke Karlsruhe 2017 fast 60 Millionen Euro in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. „Mit fast 32 Millionen Euro floss mehr als die Hälfte der Gelder in die Erneuerung und Erweiterung der Netze und damit in eine leistungsfähige Infrastruktur für eine wachsende Großstadt“, unterstreicht Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke, die Bedeutung der Investitionen für Karlsruhe. Weitere Investitionsschwerpunkte waren die Sicherung der IT, der Ausbau der Lichtwellenleiter für die Kommunikationstechnik und die energetische Sanierung der Unternehmenszentrale, die 2017 abgeschlossen wurde.

Ausblick

Für 2018 rechnen die Stadtwerke mit einem weiterhin stabilen Ergebnis vor Ertragsteuer und Ergebnisabführung. Die Strom- und Fernwärmeabgabe werden voraussichtlich weiter zunehmen, bei Erdgas und Trinkwasser ist dagegen mit leicht sinkenden Absatzmengen zu rechnen. Die Investitionen werden voraussichtlich auf über 100 Mio. Euro ansteigen. Investitionsschwerpunkte sind der Neubau des Wasserwerkes Mörscher Wald, der weitere Ausbau der Fernwärme sowie der Zukauf eines Gebäudes neben der Firmenzentrale in der Daxlander Straße. Aber auch in den „Sonstigen Geschäftsfeldern“ sind erhebliche Zukunftsinvestitionen vorgesehen, vor allem für Contracting-Projekte, Beteiligungen im Bereich der erneuerbaren Energien sowie für den weiteren Ausbau des Lichtwellenleiternetzes in Karlsruhe.

Fazit

Die Stadtwerke Karlsruhe sehen sich in Anbetracht der erzielten und prognostizierten Ergebnisse für die Zukunft gut gerüstet. Sie haben 2017 den Wandel der Energieversorgung weiter aktiv vorangebracht. Das größte kommunale Stadtwerk in Baden-Württemberg arbeitet an neuen Lösungen und Dienstleistungen und stellt sich auf Veränderungen ein, die die Energiewende und die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche mit sich bringen. Während die bundespolitischen Akzente eher auf der Stromwende liegen, kümmern sich die Stadtwerke mit dem Fernwärmeausbau und dem Contracting von Blockheizkraftwerken besonders um die Wärmewende. Die Energiewende, der gesellschaftliche Wandel und die Digitalisierung sind große Herausforderungen, aber auch große Chancen, denn die Energieversorgung wird zunehmend nachhaltig, regional und dezentral. Das ist die Gelegenheit, die das Unternehmen als regionaler Versorger ergreift.


 

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