 |
Neue Leitstelle stellt Zuverlässigkeit sicher
Die neue Leitstelle der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) stellt mit modernster Technik die Zuverlässigkeit beim Betrieb der Bahnen sicher. Seit Beginn dieser Woche sind die VBK in die komplett neu konzipierte Leitstelle eingezogen, die sich auf dem Gelände des Betriebshofs in der Gerwigstraße befindet. Insbesondere der Service für die Fahrgäste erfährt eine Aufwertung: künftig wird ein Servicearbeitsplatz dafür sorgen, dass im Bedarfsfall – etwa bei Betriebsstörungen durch Demonstrationen – die Fahrgäste noch schneller und noch umfassender als bisher über die Anzeigetafeln an den Haltestellen oder über Durchsagen in den Bahnen informiert werden.
Von den hochmodernen Arbeitsplätzen in der neuen Leitstelle aus lässt sich der Betrieb der Bahnen besser als bisher verfolgen. Maßnahmen und Informationen für die Fahrgäste bei Betriebsstörungen wie etwa Umleitungen lassen sich vor dem Hintergrund der derzeit laufenden Umrüstung auf neue Fahrzeug-Bordrechner schnell umsetzen. Die Zuverlässigkeit des Fahrplans ist dabei oberstes Gebot: So rollt der Verkehr in der Karlsruher Kaiserstraße, in der drei Baustellen der Kombilösung eingerichtet wurden, seit der Optimierung der Signalanlage am Europaplatz vor knapp vier Wochen wieder mit der gleichen hohen betrieblichen Zuverlässigkeit wie in der Zeit vor dem Einrichten dieser Baustellen. Betrug die durchschnittliche Verspätung im gesamten Straßenbahnnetz der Verkehrsbetriebe vor der Einrichtung der Baustelle am Europaplatz mit dem damit verbundenen Umleitungs-Liniennetzplan durchschnittlich 2:15 Minuten, so liegt dieser Wert heute annähernd gleich bei 2:20 Minuten. Signalbedingte Stauungen sind in der Kaiserstraße nicht mehr zu verzeichnen.
Dass sich das baustellenbedingt geänderte Liniennetz gut bewährt hat, lässt sich an den Bildschirmen in der neuen Leitstelle gut erkennen: Auf dem schematisch dargestellten Liniennetz ist der gerade aktuelle Standort aller Bahnen gut zu erkennen, die dem Kunden die weitgehend vertrauten Fahrmöglichkeiten und insbesondere in den Spitzenzeiten die erforderliche Kapazitäten der Bahnen im Innenstadtbereich zur Verfügung stellen. Neben der Ost-West-Achse sind dies insbesondere auch die Nord-Süd-Verbindungen zwischen Hauptbahnhof und der Innenstadt über die Karlstraße und die Ettlinger Straße. Beide Achsen werden weiterhin mit zwei Linien im Fünfminutentakt bedient (zuzüglich S4/S41 auf der Ettlinger Straße). Da die Gleisbögen von der westlichen Kaiserstraße in die Karlstraße baustellenbedingt mehrere Monate fehlen, haben die Linien 2 und 6 ihren Verlauf zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof lediglich getauscht. So fährt die Linie 2 statt der Linie 6 über die Karlstraße und die Linie 6 statt der Linie 2 über die Ettlinger Straße, der westliche Ast der bisherigen Linie 2 (jetzt 2E) wurde zur Entlastung des Knotens von der Yorckstraße über den Weinbrennerplatz zum ZKM geführt.
Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) wird ebenfalls in die dann für beide Unternehmen arbeitende Leitstelle einziehen, so dass danach eine noch engere Verzahnung in der betrieblichen Zusammenarbeit erfolgt. Dies geschieht Zug um Zug in den kommenden Monaten mit der technischen Umrüstung und der Umstellung von den bisher dezentral gelegenen Stellwerken Ubstadt, Eppingen, Gernsbach und Ettlingen auf den neuen zentralen Arbeitsplatz in Karlsruhe. Hier ergeben sich Synergieeffekte zwischen den jetzt noch räumlich getrennten Leitstellen und Fahrdienstleitungen im täglichen Betrieb. Zusammen mit der neuen Leitstelle ist auch das neue ITCS - das integrierte Transport- Kontrollsystem - als Nachfolger des bisherigen rechnergesteuerten Betriebsleitsystem (RBL) in Betrieb genommen worden. Kernfunktionen sind Standorterfassung und Fahrplan-Soll-Ist-Vergleich in Echtzeit. Daraus ergeben sich verschiedene Möglichkeiten zur einer sehr effizienten betrieblichen Disposition besonders im Störungsfall. Insbesondere sind mit dem ITCS auch erheblich schnellere Fahrgastinformationen in Echtzeit möglich.
Eine verbesserte Zusammenarbeit ergibt auch aus der Ansiedlung der Mitarbeiter im CallCenter des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) in unmittelbarer Nähe zur neuen Leitstelle.
zurück
|
 |
Der Geschäfts- bericht 2009.
Sie können ihn jetzt anfordern unter
Telefon 0721 599-1500 oder als PDF herunterladen »
Imagekampagne.
Die Motive unserer Imagekampagne in der Übersicht »
|
|