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MS Karlsruhe mit neuen Fahrzielen

MS Karlsruhe

Alte Dame mit jungem Programm

18-20-2-passe! Auf ihre alten Tage wird die in die Jahre gekommene
Dame „MS Karlsruhe“ noch einmal richtig agil. Für die jetzt anlaufende
Saison hat sie sich so manchen Gedanken gemacht, wie sie
für das Publikum aus Karlsruhe und der weiteren Umgebung noch
attraktiver werden könnte, als sie es ohnehin schon ist. So sind
zwar 19 000 Fahrgäste pro Saison (vergangenes Jahr) eine recht
beachtliche Zahl. Aber mehr als 20 000 möchten es in diesem Jahr
doch schon sein. Für das Erreichen ihrer Ziele hat sich die „Karlsruhe“
die grauen Zellen ihres Vermarktungs-Planers Klaus Focke
ausgeliehen. Dabei ist so manches Neues heraus gekommen.

 

 

Wie etwa ein öffentliches, von einem Skatclub geleitetes Skatturnier. Die Karten werden am Samstag, dem 30. Mai, auf die Tische des Schiffes gedroschen – oder gesittet gelegt. Fahrt und Turnier beginnen um 15 Uhr und enden um 18.30 Uhr. Eine Kegelbahn wird nicht eingebaut auf der „Karlsruhe“. Doch der Keglerball am 12. Juni auf dem Fahrgastschiff ist zugleich eine öffentliche Fahrt mit Tanz. Tanzen – besser gesagt Rocken – ist auch am 10. Oktober angesagt, wenn die Boondocks auf dem Schiff fetzen.

 

Weitere Sonderfahrten mit normaler Publikumsbeteiligung
haben Focke und die „Karlsruhe“ noch im Köcher, doch sind sie noch nicht so  weit in trockenen Tüchern, dass sie auch bekannt gemacht werden können. Aber auf der Internet-Seite www.fahrgastschiffkarlsruhe.de werden sie, neben dem üblichen Programm, veröffentlicht, sobald sie feststehen und in den mit öffentlichen und privaten Fahrten schon reichlich vollen Kalender passen. Nicht selten kommt es in diesem Jahr vor, dass der Kapitän an einem Tag zuerst zu einer öffentlichen
Fahrt ablegt und hinterher noch zu einer von einem Verein, einem Unternehmen oder einer Organisation gemieteten. Auch dem „normalen“ Programm haben das Schiff und sein Planer eine Verjüngungskur gegönnt. So sind zu den bekannten Rundfahrten eine Süd- und eine Nordrundfahrt dazu gekommen, beide etwa 200 Minuten lang. Die Südrundfahrt führt rheinaufwärts bis nahe zur Fähranlegestelle Plittersdorf. Die Nordrundfahrt hat den Hafen Germersheim zum Ziel.

Auf dem Rückweg steuert die „Karlsruhe“ der schon bekannten Vier-Häfen-Rundfahrt eines der Ziele ist. Neben dem Stadthafen Karlsruhe, der ja automatisch immer Teil der „Karlsruhe“-Fahrten ist, schwimmt sie
bei dieser Tour auch noch in den Ölhafen und in den Yachthafen Maxau.

 

Germersheim ist ein neues Zwischenziel bei den Fahrten nach Speyer. Fahrgäste können dort auf dem Weg nach Speyer zu- und auf dem Rückweg wieder aus steigen. Am 3. Mai, verkürzt zudem ein DJ die Rückfahrt von Speyer nach Karlsruhe. Er legt zum Tanz Platten auf. Am 16. Mai ist Germersheim ein Sonderziel. Die Festungsstadt in der Pfalz feiert dann ihr Kinderfest. Die „Karlsruhe“ bringt junge
und jung gebliebene Karlsruher zu diesem Fest. Während ihres Aufenthalts von gut vier Stunden bietet sie stündlich Rundfahrten an. Auch das romantische Heidelberg kann mit der „Karlsruhe“ angesteuert werden. Das Fahrgastschiff „entlässt“ seine Passagiere in Mannheim. Während sie das Ziel mit dem Bus erreichen – die Neckarbrücken sind für die „Karlsruhe“ zu niedrig – fährt das Schiff nach Speyer und erwartet dort die Gäste wieder nach dreieinhalbstündigem Aufenthalt in Heidelberg.

 

Weiterhin im Programm sind die „kleine“ Rundfahrt von zwei Stunden Länge, die Fahrt zur Schleuse Iffezheim und die großen Touren nach Straßburg (Anlegen im Hafen Kehl) und Worms, beide Ziele je nach Reisetag mit Rückfahrt im Bus oder tanzend auf dem Schiff. Bei den Straßburgfahrten legt das Schiff hin und zurück auch in Plittersdorf an und nimmt Gäste mit. Die Bus-Rückfahrt endet dort, weil die
„Karlsruhe“ hier liegt und die Fahrgäste auf der letzten Etappe wieder übers Wasser mit nach Karlsruhe nimmt.

 

Karten für die Fahrten der „Karlsruhe“ gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen. Das sind etwa die Touristinfo am Hauptbahnhof, die Stadtinfo im Weinbrennerhaus oder die Hafenverwaltung in der Werftstraße 2. Diese zuletzt genannte Verkaufsstelle
ist allerdings ab dieser Saison zu wesentlich erweiterten Öffnungszeiten
örtlich und telefonisch (0721-599-7424) zu erreichen. Werktags können dort Ticketwünsche zwischen 7.30 Uhr und 19.30 Uhr geäußert werden. Und diese Wünsche nehmen ab sofort auch zehn Reisebüros in der Region zwischen Germersheim und Bad Herrenalb und zwischen Gaggenau,
Pforzheim und Bruchsal entgegen.


 

Wer sich über den Jahres-Fahrplan 2009 der MS Karlsruhe informieren möchte, kann dies über das Internet oder an den Verkaufsstellen erledigen. Oder er kann an seiner KVV-Haltestelle nachsehen,

ob er im Schaukasten neben den Tram- und Busplänen hängt. An den Endstationen Nordstadt und Spöck ist er zudem von großen Plakaten abzulesen. Und das Programm der „City-Lights“ an den Haltestellen wird ebenso mit dem „Karlsruhe“-Fahrplan angereichert.

 


 

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